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NEO GYARU: MANGA WAR GESTERN

“Neo Gyaru” ist Tokios neuester Trend aus der Kawaii Szene. Aber was ist das eigentlich ?

In Tokio gibt es so viele verschiedene Mode-Stile, Kulturen und Subkulturen – selbst für die hingebungsvollste Fashionista ist es nicht immer leicht, up to date zu sein. Jede Saison ändern sich die Trends, Subkulturen kommen und gehen, heute ist das eine “in” und morgen wieder “out”. Es gibt buchstäblich Hunderte, wenn nicht Tausende von Zeitschriften, die sich Tokios Streetstyle widmen. Aber Magazine werden einmal pro Woche oder einmal im Monat herausgegeben. In einem schnell lebigen Modemekka wie Tokio, können Trends in der Zeit, in der man über sie liest bereits verschwunden sein.

Fashion Girl im Neo Gyaru Streetlook Sandalen im Neo Gyaru Streetlook Fashion Girl in Tokios Szeneviertel Harajuku

Der Trend enthält Elemente aus den 90er Jahren der Shibuya Bewegung (lange Fingernägel, gebräunte Haut und voluminöses Haar) und beinhaltet zugleich Einflüsse aus dem Harajuku-kei. Jedoch wird der “neo gyaru” vor allem durch die westlichen Trends beeinflusst. Instagram und Co sei Dank. Die Modesüchtigen können die neuesten Trends aus der ganzen Welt mit einem Swipe auf ihrem Smartphone abrufen. Beim “neo gyaru” dreht sich alles um high-waisted Shorts, crop Tops, zerrissene Jeans, Kunstfellwesten und viel Bling Bling. Das Haar wird in leichten Wellen oder in einem Dutt getragen – kein Glätteisen oder Fön erforderlich! “Neo gyaru” Mädchen tragen oft farbige Kontaktlinsen in blau oder grün. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist das Shoppen auf den Straßen von Shibuya.

Alisa Ueno ist Model, Designerin, It-Girl und Mitbegründerin des “neo gyaru”. Ihre Modelinie Fig & Viper kann man in ganz Tokio finden. Ihr persönlicher Instagram Account [alisaueno] ist sehr populär und dient als Inspiration für eine wachsende Zahl von stylischen Tokioterinnen.

Designerin und Model Alisa Ueno Tokios It-Girl Alisa Ueno

Harajuku ist der gängige Name für das Stadtviertel rund um den Bahnhof Harajuku in Tokio. Harajuku ist vor allem bei jungen Japanern beliebt und gilt mit seinen vielen Läden und Boutiquen als eines der wichtigsten Modezentren Japans. Die kleine Einkaufsstraße Takeshita-dōri und der Harajuku-Abschnitt der Meiji-dōri zählen zu den wichtigsten Einkaufsmeilen. Die hier vorwiegend angebotene, etwas punklastige Jugendmode gab einem eigenen Stil, dem “Harajuku-Kei”, den Namen.

Bunter Harajuku Streetlook in Tokio Ayumi Seto im Harajuku Streetlook

Die japanische Bloggerin Ayumi Seto ist süß, liebenswert, aber auch edgy und ein wahres Chamäleon. In der Harajuku-Modeszene ist sie enorm populär. Ihr persönlicher Stil dreht sich um Band T-Shirts und um auffällige Schuhe. Die meisten ihrer Kleidungsstücke findet die Mini-Mode-Ikone in den Vintage-Läden der Seitenstraßen von Harajuku. Was sie trägt, wie sie es trägt, wo sie es trägt und was sie dabei isst, teilt sie ihren Fans täglich auf ihrem Blog mit.

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combynes Fashion Director schreibt hier über aktuelle Trends, persönliche Lieblingsteile, erstaunliche Fun-Facts und Hintergründe aus der Modewelt.